Rezepte

Holler
Baseler Lebkuchen
Weihnachtskekse
Herrmann
Knete
Seifenblasen

Holler - Holunderblüte ist im Mai/Juni!

Der Holunder ist eine alte Heilpflanze, die an jedem alten Hof wächst. Aus den Blüten kann man nicht nur einen Schwitztee machen, sondern auch Hollersirup. Außerdem kann man die frischen Blütendolden im Tropfteig ausbacken (frittieren).

Hollersirup

1.) ohne Kochen

15 Dolden Holunderblüten
70 g Zitronensäure (Apotheke)
2,5 l Wasser

Alles 24 Std. stehen lassen, dann

2,5 kg Zucker zusetzen,

nochmals 24 Std. stehen lassen, abseihen, in ausgekochte Flaschen abfüllen. Zum Trinken ca. 50 – 100 ml Sirup auf 1 l Wasser mischen, je nach Geschmack.

2.) mit Kochen

60 Dolden Holunderblüten
10 l Wasser
5 Orangen mit unbehandelter Schale, feinblättrig geschnitten
5 Zitronen mit unbehandelter Schale, feinblättrig geschnitten

alles 1-2 Tage ziehen lassen, abseihen, dann

je 1 kg Zucker (also insgesamt 10 kg) mit 1 l Sud aufkochen, auskühlen lassen, mit
130 g Zitronensäure (insgesamt)

vermischen, in ausgekochte Flaschen noch warm abfüllen. Zum Trinken ca. 50 – 100 ml Sirup auf 1 l Wasser mischen, je nach Geschmack.
Statt Zitronensäure kann man auch Weinsteinsäure oder Ascorbinsäure nehmen, statt weißem Zucker Honig oder Rohrohrzucker.

Hollersekt

1.) ohne Kochen

10 l Wasser
250 ml Weinessig
1 unbehandelte Zitrone in Scheiben
1 kg Zucker
12 Dolden Holunderblüten

alles 3 Tage stehen lassen, viel verrühren, dann bald trinken, nicht als Vorrat gedacht

2.) mit Kochen

5 l Wasser
10 Dolden Holunderblüten
500 g Zucker
125 ml Weinessig
1 unbehandelte Zitrone in Scheiben
1 unbehandelte Orange in Scheiben

alles 2 Tage an die Sonne stellen abseihen, in ausgekochte Flaschen abfüllen, gut verschließen, und im Keller im Sand eingraben (kühl aufbewahren).

Holler.doc

ausgebackene Hollerstrauben

weißes Mehl (hat viel Gluten und klebt deshalb besser als Vollkornmehl)
Wasser
Gewürze

zu einem relativ dünnflüssigen Teig verarbeiten. Darin die Blütendolden eintunken, so daß alle weißen Blüten vom Teig bedeckt sind. Der Teig sollte also noch an den Blüten haften.
Die Dolden in einer Pfanne mit heißem Öl ausbacken, abtropfen lassen, mit Puderzucker überstäuben.


zum Seitenanfang


das ultimative Rezept für Baseler Lebkuchen von meiner Uroma

4 Eier
500g Zucker

gut verrühren, dann dazu:

1 TL Zimt
1/2 TL Nelken
1 Handvoll Haferflocken (Oma hatte große Hände)
12 g Pottasche oder Hirschhornsalz (in Wasser auflösen)
180 g Honig
ca. 600 g Mehl, soviel der Teig annimmt.

Über Nacht den Teig stehen lassen. Am anderen Tag ausstechen oder schneiden. Den Teig nicht zu dünn verarbeiten!
Bei 180°C (Heißluft) backen, 9 min für 1 Blech, 13 min für 2 Bleche, nach dem Auskühlen mit Zuckerguß (am besten Zitronenguß) glasieren. Wenn man denkt, die Lebkuchen seien noch zu weich: Es sollen keine Kekse werden, die Backzeiten stimmen!
Meine Oma hat immer gleich die dreifache Teigmenge gemacht. Zu Weihnachten bekam dann jedes der 11 Enkelkinder eine von diesen hohen zylindrischen Kaffeedosen voll Lebkuchen.


zum Seitenanfang


Weihnachtskekse

Zimtsterne

4 Eischnee
1 Pr. Salz
300g Puderzucker --- schlagen
1 TL Zitronensaft --- tropfenweise dazugeben. Vom Eischnee 5 EL abnehmen und mit feuchtem Tuch bedecken
500g ungeschälte gemahlene Mandeln und
2 TL Zimt --- unter den Eischnee heben, aber 50g Mandeln zum Bestreuen des Bleches abnehmen
Teig 5 mm dick ausrollen (Vorsicht: reißt leicht), Sterne ausstechen, mit aufgehobenem Eischnee bestreichen

Bei 160°C (Heißluft) 15 min. backen.


Vanillekipferl

210g Mehl
180g geriebene Butter (ja, mit der groben Käsereibe reiben)
50g Puderzucker
70g gemahlene Mandeln
2 Eigelb

Mürbeteig bereiten: Trockene Zutaten vermischen und auf die Arbeitsfläche geben, in der Mitte eine Kuhle formen, und dorthinein Butter reiben und Eigelb geben. Alles verkneten. 1 Std. kühlstellen. Daumendicke Rollen formen, 4 cm lange Stücke abschneiden, Kipferl (Hörnchen) formen, auf unbefettetes Blech legen. Eine andere Methode ist: Dicke Rolle formen, gleichgroße Scheiben abschneiden und diese zwischen den Handflächen zu Kipferln rollen. Je kühler der Teig verarbeitet wird, umso besser. Evtl. zwischendurch immer wieder kaltstellen.

Bei 180°C (Heißluft) 10-20 min. backen. Noch heiß in
50g Puderzucker mit
3 Vanillezucker
vermischt wälzen (Vorsicht: sie brechen leicht).


Buttergebäck

500g Mehl
250g Zucker
250-300g Butter
4 Eigelb
gemahlene Zitronenschale (nicht das Fertig-Aroma-Tütchen mit Zucker, sondern nur das reine Gewürz)

Mürbeteig bereiten: Trockene Zutaten vermischen und auf die Arbeitsfläche geben, in der Mitte eine Kuhle formen, und dorthinein Butter reiben und Eigelb geben. Alles verkneten. 1 Std. kühlstellen. Je kühler der Teig verarbeitet wird, umso besser. Nur einen Teil zum Ausrollen abnehmen, den Rest im Kühlschrank lassen. Dünn ausrollen, ausstechen, mit
1 verquirltem Eigelb
bestreichen. Das bei diesem Rezept nicht verwendete Eiweiß kann für die Makronen verwendet werden.
Bei 175°C (Heißluft) 15 min. backen. Dieses Rezept stammt aus einem Melsunger Pfarrhaushalt.


Makronen: Kokosmakronen, Mandelmakronen, Nußmakronen

4 Eischnee
200g feiner Zucker
1 EL Vanillezucker --- Eischnee mit Zucker und Vanillezucker schnittfest schlagen
200g gemahlene Mandeln bzw. gemahlene Müsse bzw. Kokosraspeln --- unterheben
70-90 runde Backoblaten
ganze Nüsse bzw. ganze Mandeln, je nach Sorte.

Eischnee mit Zucker schlagen, Nüsse/Mandeln/Kokos unterheben. Das Rezept bezieht sich auf ent oder weder. Wer alle 3 Sorten Makronen machen möchte, muß 12 Eier und 600g Zucker nehmen.
Ein Blech mit den Oblaten belegen. Mit einem Teelöffel die Masse drauflöffeln. Abstand halten, sie laufen auseinander. Nußmakronen bekommen eine ganze Nuß obenauf, Mandelmakronen eine ganze Mandel. Das nicht benötigte Eigelb kann man im Buttergebäck (s.o.) verwenden. Auch dieses Rezept stammt aus dem erwähnten Melsunger Pfarrhaushalt.

Bei 140°C (Heißluft) 30-40 min. backen.


zum Seitenanfang


Herrmann

Wie man Herrmann behandelt, steht im Word-Dokument, das Ihr hier runterladen könnt. Da das Rezept ohne den Pilz wertlos ist, habe ich es auf dieser Seite nicht noch mal abgeschrieben.

Herrmann.doc

Knete

1. Rezept

400 g weißes Mehl
200 g Salz
30 g Alaun (N Al (SO4)2 * 12 H2O) aus der Apotheke
3 EL Öl
½ l kochendes Wasser
Lebensmittelfarbe

Die trockenen Zutaten miteinander vermischen, dann das kochende Wasser zugießen und mit dem Mixer verkneten. Zuerst wird die Knete sehr naß aussehen. Da aber noch einiges Wasser verdunsten wird, kann man in Ruhe abwarten, bis sie abgekühlt ist. Wenn sie auch kalt noch zu matschig sein sollte, kann man sie im Ofen trocknen, z.B. bei 40°C, oder auch auf der Heizung. Wenn die Knete im Laufe der Zeit zu trocken und krümelig geworden ist, kann man sie auch noch mal wässern. Ich sprühe immer vor dem Verpacken in einer luftdicht schließenden Dose mit einem Zerstäuber ein wenig Wasser über die Knete.
Wem Lebensmittelfarbe zu teuer ist, der kann entweder Ostereierfarben im Wasser auflösen (die sind wesentlich billiger), das Wasser z.B. mit Zwiebelschalen oder Roten Beeten färben, oder auch Kürbiskernöl verwenden, das die Knete hellgrün färbt.
Die Knete muß luftdicht aufbewahrt werden, sonst trocknet sie mit der Zeit ein. Man kann seine Gebilde also auch absichtlich hart werden lassen.

2. Rezept

2 ½ Tassen Mehl
1 ½ Tassen Salz
2 Tassen Wasser
1 EL Öl
1 TL Weinsteinsäure

Alles in einem Topf unter Rühren auf kl. Flamme langsam erhitzen, dann abkühlen lassen und nach Belieben mit Lebensmittelfarben färben.


zum Seitenanfang


Seifenblasen

Uralt-Seifenblasenrezept

12,5 g Natriumdech (Chemikalienhandel)
½ l Wasser
0,3 l Glyzerin

Na und Wasser 24 h stehen lassen, anschließend Glyzerin dazugeben, 1 Woche stehenlassen.

Riesengroße Seifenblasen

1 l Wasser
50 g Traubenzucker
25 g Tapetenkleister
70 g Neutralseife

Seifenblasen vom Weltmeister

Der Schweizer Hans Suter stellte mit einer Seifenblase von 4 m Durchmesser einen Weltrekord auf. Hier sein Rezept (vgl. "Riesengroße Seifenblasen"):
½ l warmes Wasser
375 g neutrale Seife
13 g Tapetenkleister
250 g Zucker

alles vermischen, 24 h stehenlassen, dann 4 ½ l Wasser dazuschütten und ordentlich umrühren.

zum Seitenanfang