Seifensieden

Seifensieden

Seife kann man selbst sieden. Mich fasziniert daran, daß fast alle Zutaten dafür aus der Küche kommen: Öl und Wasser, Gemüse oder Gewürze. Wer will, kann spezielle Seifenzutaten wie Duftöl oder Farbe zugeben. Eine pflegende Seife wird es eben aber auch ohne das. Nach 60-90 min. Arbeit erhält man für 6,- bis 8,- € etwa 1 kg beste Pflanzenölseife. Beim Lesen eines Etiketts einer gekauften Seife wundere ich mich immer mehr, wieviel Chemie auch in teuren "guten" Seifen ist, denn das ist wirklich nicht nötig. Seifeverkaufen ist sehr teuer, da man dafür die rechtlichen Auflagen der Kosmetikverordnung erfüllen muß (Labor, Gewerbe usw.). Will man diesen Preis drücken, landet man wahrscheinlich bei viel Chemie... .
Wie man Seife siedet, steht genauestens bei www.naturseife.com. Dort findet sich auch der Seifenrechner, mit dem man jedes Rezept nach Abwiegen der Öle und Fette nachrechnen sollte! Deshalb habe ich in meinen Rezepten keine NaOH-Mengen angegeben. Das Naturseifenforum dort ist allerdings seit 11.12.11 stillgelegt, deshalb gibt es ein neues Naturseifenforum. Falls der Seifenrechner bei Naturseife.com nicht erreichbar ist, kann man auch den von Tuula nehmen.

Sicherheit

Schutzkleidung! Die einzige nicht-eßbare obligatorische Zutat für eine Seife ist Ätznatron, NaOH. Wie der Name sagt, ist es ätzend, dh. die damit angerührte Lauge stark alkalisch. Deshalb empfehle ich Schutzbrille (gegen Blindheit), Handschuhe (gegen schrumpelnde, juckende oder sonstwie verätzte Haut), Mundschutz (wegen der Dämpfe) sowie eine Schürze (gegen Verfärbungen der Kleidung, wenn sie etwas Seifenleim abbekommt). Dasselbe gilt für die fertige Seife: Ohne Küßchentest darf die Seife nicht verwendet werden: Durch Anlecken der Seife nach der Reifezeit (3-6 Wochen) prüft man, ob der Verseifungsprozeß geklappt hat. Schmeckt es scharf oder sieht man Flüssigkeitströpfchen, kann es unverseifte Lauge sein, und dann darf das Zeug nicht verwendet werden. Unter "troubleshooting" gibt es genug Anleitungen, was man dann tun kann. Schmeckt es wie Seife, ist es Seife. Die hier vorgestellten Seifen dürft Ihr also gerne nachsieden, aber auf Euer Risiko hin. Ich übernehme keine Haftung oder Gewähr.

Übersicht

Auf dieser Seite findet Ihr
1. Erste Schritte: Wie fange ich an, was muß ich kaufen, was muß ich wissen?
2. Kurze Anleitung: Welche Arbeitsschritte gehören zum Seifensieden?
3. Galerie: Meine eigenen Seifen; chronologisch, zur Anregung oder Abschreckung; nicht alle gelungen, aber trotzdem veröffentlicht, damit Ihr aus meinen Fehlern lernen könnt
4. Grundsätzliches und Tips: Erläuterungen zu den Arbeitsschritten, Bücher
5. Links: Anleitungen und Einkaufstips rund um die Seife


1. Erste Schritte:

Was ist unbedingt nötig, um die erste Seife zu sieden? Hier habe ich eine Tabelle gemacht, die neben der Minimalausstattung auch noch Variationsmöglichkeiten aufzeigen soll.

Minimalausstattungoptionale Erweiterungsmöglichkeiten
LesenLest die Anleitung und setzt ein Lesezeichen auf den Seifenrechner. Beim Sieden braucht Ihr ihn greifbar.
Recherchiert ein Rezept Eurer Wahl, zB. unten aus meiner Galerie oder aus der des Seifenforums, von Naturseife.com oder sonstwoher. Empfohlene Anfängerseifen sind das 25er Rezept (jedes Fett hat 25% der Menge), eine Lavendel- oder eine Kaffeeseife.
Informiert Euch den Verseifungsprozeß, Überfettung, Küßchentest, Öleigenschaften, Farbe, Schichtseifen, Stempel, Marmorieren, Rezeptaufbau usw.
Überprüft Eure Vorräte auf folgende Zutaten:je 250g
- Fettstange
- Kokosfett (Palmin)
- Olivennöl
- Rapsöl
- destilliertes Wasser
Damit könnt Ihr das sog. Grund- oder 25er-Rezept sieden.
Wenn Ihr ein anderes Rezept sieden wollt, braucht Ihr natürlich die dort angegebenen Zutaten. Aber auch das 25er-Rezept kann durch Farbe, Peeling oder Duft ergänzt werden. Zum Färben eignet sich Kaffee, Kakao, Curry, Paprika, Gewürze oder Kosmetikpigment, je nach gewünschter Intensität. Deckweiß (Titanoxidpulver) kann man immer brauchen, wenn man mit Olivenöl arbeitet. Kräuter, Mohn oder püriertes Obst/Gemüse geben der Seife eine eigene Note. Zum Beduften braucht man spezielles Duftöl, das den Verseifungsprozeß übersteht und hautfreundlich ist. Es sollte nicht verfärben oder andicken, s. Herstellerbeschreibung.
Geräte- grammgenaue Digitalwaage
- Gumminhandschuhe, Schutzbrille, Mundschutz und Schürze
- alter Topf (Edelstahl oder Email, kein Alu) oder alte Plastikschüssel (dann gießt man die im normalen Topf geschmolzenen Fette dorthinein) für Fette und Öle
- Meßbecher zum Anrühren der Lauge
- Löffel, Teigschaber/Schauber zum Anrühren
- Formen
- Pürierstab (nicht zwingend nötig, aber eine große Hilfe. Wer keinen hat, muß lange rühren. Wer keinen spülmaschinenfesten hat, kann ihn nachher nicht mehr zum Kochen nehmen)
Die Lauge kann mit Wasser, Gemüsesaft, Tee, Kaffe oder sogar Milch/Gemüsemus angerührt werden. Wer Zeit zum Vorbereiten hat, kann die Flüssigkeit einfrieren. Dann wiegt einfach die Eiswürfel ab.
Man braucht keine gekauften Formen. Verpackungen oder mit Plastiktüten ausgelegte Behältnisse aller Art sind bestens geeignet. Wer im Kaufrausch steckt, kann sich unter MilkyWayMolds, Silikon oder Kudoh dem Wahn hingeben. Ich empfehle zB. Stapelchipsdosen (aus den runden Seifenscheiben kann man mit einem Strohhalm (Lochbohren) und dicken Kordeln (von Douglas-Papiertüten) prima Duschseife zum Aufhängen basteln) oder flache Plastikbehälter jeglicher Art. Viele Seifensieder steigen nach der anfänglichen Begeisterung über spezielle Gießformen auf Dauer wieder auf Blockformen um, weil man in denen gut marmorieren oder Schichtgießen kann.
Zum Anschieben der Gelphase (nicht zwingend nötig) kann man die Formen in alte Handtücher wickeln.
Zur Vermeidung von Sodaasche (Schönheitsfehler, nicht zwingend nötig) kann man die befüllten Formen mit Frischhaltefolie bedecken, so daß keine Luft drankommt.
Die fertige Seife kann bestempelt werden. Dazu kann man spezielle Stempel und Mica-Pulver kaufen, ich nehme aber Lidschatten und Knöpfe aus dem Haushalt.
EinkaufenNaOH (Ätznatron) Für eine einzige Seife (ca. 1 kg Öl) braucht man etwa etwa 150g davon, je nach Rezept. Wer meint, daß er sicherlich ein paar Versuche starten wird, kann also 1 kg kaufen, das wird dann schon alle. Im Internet gibt es das NaOH natürlich günstiger. Wenn man dort bestellt, kann man gleich ein Duftöl, eine Seifenform oder ein spezielles Öl mitbestellen. Für eine einzige Versuchs-Seife reicht aber wirklich der Gang zur Apotheke. Der Sage nach soll es Apotheken geben, die sich beim Verkauf etwas anstellen. Dann einfach bei der nächsten Apotheke nachfragen. NaOH ist in jedem Abflußreiniger drin und nicht auf Spezialisten beschränkt. Wer nach 1 Seife nicht weitersieden möchte, kann das restliche NaOH zum Abflußreinigen nehmen.

Ich hoffe, ich habe nicht zu viel vergessen. Am besten sammelt Ihr alles erstmal in einem eigenen Karton oder Klappkorb. Wenn es denn losgehen soll, reserviert 1-2 ungestörte Stunden für Euch und die aufgeräumte Küche, und dann kann es nach der erwähnten Anleitung schon losgehen.

2. Kurze Anleitung:

Hier die einzelnen Schritte beim Seifensieden:
1.) Fette abwiegen und im Topf schmelzen
2.) Öle abwiegen
3.) NaOH und Wassermenge mittels Seifenrechner berechnen
4.) Lauge anrühren
5.) Warten, bis Lauge und Öle handwarm sind. In dieser Zeit die Formen vorbereiten, evtl. Farben/Kräuter in Öl dispergieren
6.) Lauge und Öl vermischen, pürieren
7.) evtl. Farbe oder Duft zufügen
8.) in die Formen füllen und isolieren
9.) nach 24 Std. auspacken, schneiden, zum Reifen 6-8 Wochen lagern, anschließend Küßchentest

3. Seifengalerie:

Meine 1. Seife: Venusseife mit Vanille-Karamellduft


290g Fettstange
250g Kokosfett
230g Olivenöl
100g Kakaobutter
100g Mandelöl
30g Rizinusöl
325g Wasser
NaOH
20ml Duftöl Vanille-Karamell (BHW)

Venusseife


Olivenöl und Vanilleduftöl haben diese Seife so braun werden lassen. Das Rezept ist von Naturseife.com. Auf dem Bild habt Ihr auch gleich einen Überblick über meine gekauften Seifenformen.

2. Lavendelseife


600g Olivenöl
300g Kokosfett
180g Fettstange
120g Sonnenblumenöl
380g Wasser
NaOH
20ml Duftöl Lavandin (BHW)
getrocknete Lavendelblüten
Lavendelseife


Wer denkt, eine Lavendelseife sei besonders natürlich, der irrt. Lavendelblüten geben höchstens eine braune Farbe, aber bestimmt kein lila. Der Duft geht beim Verseifungsprozeß verloren, wenn man nicht spezielles Duftöl nimmt. Lavandin ist ein Nachbau von Lavendelöl und duftet intensiver als originales Lavendelöl. Lila habe ich versucht mit Zuckerfarben zum Kuchenverzieren nachzubauen. In der Seife stecken je 1 Tube rot und blau. Leider geht auch Zuckerfarbe beim Verseifungsprozeß kaputt. Man sieht nur ein paar rote Sprenkel, die an den Blüten kleben. Obwohl so viel braunfärbendes Olivenöl drin ist, ist die Seife sehr weißlich geworden. Die aufgestreuten Blüten geben einen starken Peelingeffekt. Das Rezept ist aus dem Naturseifenbuch. Die Seife ist recht scharf geworden, auch nach 5 Monaten noch. Olivenöl braucht lange zum Reifen, vielleicht liegt es daran.

3. Rosmarin-Eukalyptusseife


1000g Olivenöl
200g Kokosfett
250g Fettstange
50g Rizinusöl
450g Wasser
NaOH
20ml Duftöl Rosmarin (BHW)
30g Eukalyptusblätter
20g Rosmarin

Rosmarin-Eukalyptusseife


Auch in dieser Seife stecken 2 Tuben Zuckerfarbe, grün und gelb. Von ihnen sieht man nach dem Verseifungsprozeß auch nicht mehr viel. Die Farbe wird durch das Olivenöl und die zermörserten Kräuter bestimmt. Im Rezept ist hauptsächlich Olivenöl. Deshalb war sie anfangs lange weich und ging nur sehr schlecht aus der Form.

4./5. Gurke-Molke- und Löwenzahnseife


gelbe Löwenzahnseife:
100g Kokosfett
100g Fettstange
100g Olivenöl
100g Rapsöl mit Löwenzahnblütenblättern angesetzt
134g Wasser
NaOH
grüne Gurken-Molkeseife:
250g Fettstange
200g Olivenöl
180g Kokosfett
100g Sojaöl
40g Rizinusöl
150 pürierte Gurke
105g Wasser
25g Molkenpulver
NaOH
5g spinelligrün (Fa. Holzweg)

Gurke-Molke- und Löwenzahnseife
Es sind 2 Seifen mit 2 verschiedenen Rezepten, die ich im Abstand von 1 Tag machte. Die Löwenzahnblüten weichte ich 3 Tage in Rapsöl ein. Sie sollten lichtecht sein, sind es aber nicht ganz. Die gelbe Farbe blich mit der Zeit aus. Ich habe das "Grundrezept" dafür genommen, wo die genannten Fette zu je 25% vorkommen. Ich goß zuerst gelb in die Form, grün am nächsten Tag darauf. Beide Schichten wollten sich anfangs nach dem Schneiden trennen. Ich drückte sie zusammen, und das hielt. Vor dem Aufgießen der 2. Seife sollte man wohl die 1. Farbe mit Wasser etwas anweichen.
Die grüne Farbe sollte alleine mit Gurke erreicht werden, war aber zu blaß. Also nahm ich noch in Öl angerührtes Farbpigment dazu. Die mit NaOH, Wasser und Gurke angerührte Lauge wurde anfangs gelb, davon sollte man sich nicht irritieren lassen. Die Seife war immer schon sehr ölig, obwohl ich nur mit den üblichen 5-6% überfettete.
Nach dem Schneiden bestempelte ich die Seife mit silberfarbenem Lidschatten.

6. Kaffeeseife


200g Kokosfett
150g Fettstange
100g Sojaöl
50g Rizinusöl
168g Kaffee
NaOH
20ml Duftöl Vanille-Karamell (BHW)
15g Backkakao

Kaffeeseife


Die Lauge wurde mit Kaffee angerührt. Der Backkakao (der teure mit 60%) wurde mit etwas abgenommenem Öl angerührt, bevor er in den Seifenleim kam. Die Masse sah nach dem Pürieren wie Schokoladenpudding aus. In der Holzform war die Gelphase so heiß (obwohl ich mit gefrorenem Kaffee gearbeitet hatte), daß sich am nächsten Tag in der Mitte ein richtiger Vulkan aus Seife erhoben hatte. Ich drückte ihn wieder rein, man sah ihn später nicht mehr. Der fertige Seifenblock duftete zu lecker...die ganze Familie schlich um ihn herum und bedauerte, daß es bloß Seife sei. Nach ein paar Tagen drückte ich Kaffeebohnen zur Zierde hinein. Dabei sprang manchmal der Rand auf, und ich mußte ihn wieder zusammendrücken.

7. Wiener Rasierseife


500g Olivenöl
200g Kokosfett
150g Fettstange
100g Rizinusöl
60g Kakaobutter
320g Wasser
NaOH
20ml Duftöl Lavandin (BHW)

Wiener Rasierseife


Das Rezept ist aus dem Naturseifenbuch. Die Seife ist sehr hautfreundlich und hat eine angenehme Haptik. Anfangs war sie etwas gelblich, blich aber schnell zu einer sehr weißen Seife aus, obwohl viel Olivenöl drin ist.

8. Whipped


325g Fettstange
75g Kokosfett
50g Rapsöl
50g Sonnenblumenöl
150g Wasser
NaOH
20ml Duftöl Pink Cherry Cake (BHW)
zT. etwas ultramarinrotes (=rosa) Farbpigment (Fa. Holzweg)

WhippedWhipped


Das Rezept ist aus dem Naturseifenforum. Ein Whipped ist Schwimmseife, der Name kommt von engl. "aufschlagen". Die Zubereitung ist etwas anders: Zuerst werden die festen Fette mit der KitchenAid aufgeschlagen, dann werden die flüssigen Fette und die Lauge tröpfchenweise dazugegeben. Mit dem Farbpigment war ich zu vorsichtig, denn man sieht quasi keinen Unterschied zwischen weiß und rosa. Es ist Schwimmseife, die sich sehr gut zum Verschenken eignet und genau das richtige für Spielkinder wie mich ist. Auch hier solltet Ihr ein Auge auf die Familie haben, daß sie nicht zu gierig wird.

9. marmorierte Seife weiß-rosa


200g Fettstange
200g Kokosfett
200g Rapsöl
200g Olivenöl
300g Wasser
NaOH
5g Titanoxid (Deckweiß) 4g ultramarinrotes Farbpigment (Fa. Holzweg)

marmorierte Seife weiß-rosa marmorierte Seife weiß-rosa


Auf Anraten der Seifenwerkstatt erhöhte ich die Wassermenge um 10%, damit der Seifenleim nicht zu schnell andickt. Deswegen rührte ich ihn auch kaum an. So war alles nach 24 Std. immer noch flüssig, und erst nach 1 Woche konnte ich die Seife schneiden. Die Konsistenz war zT sehr krümelig - das nächste Mal rühre ich etwas länger! Ich hatte aber Glück, daß sich die Seife nicht trennte. Die Farbe sah außen eher eisenoxid-rot aus, innen hatte sie aber das gewünschte Rosa. Nach dem Halbieren des Seifenleims färbte ich beide Teile extra ein. Zuerst kam weiß in die Form. Dann goß ich rosa immer auf der Mittellinie hin und her, danach ebenso an den Außenrändern, so daß ein rosa-weiß-rosa-weiß-rosa längsgestreiftes Muster entstand. Dann ging es in Burgzinnen mit einem Schaschlikspieß längs und quer durch die Seife, um zu marmorieren.

10. schwarze Olivenölseife


1200g Olivenöl
315g Kokosfett
500g Wasser
NaOH
20ml Duftöl Ingwer Soufflee(BHW)
2 TL Eisenoxid-schwarz Farbpigment (Fa. Holzweg) 3 Kohletabletten

schwarze Olivenölseife


Das Rezept ist aus der Seifenwerkstatt. Leider färbten meine letzten 3 Kohletabletten nicht dunkel genug, so daß ich auf schwarze Wandfarbe zurückgriff. Später hieß es, gerade diese Farbe würde für schnellen Ranz sorgen, und das ist bei einer Olivenölseife, die besonders lange reifen muß, erst richtig ungünstig. Deshalb reift die Seife lichtgeschützt im Pappkarton. Sie war anfangs sehr weich und bekam Dellen beim leisesten Druck. Gestempelt ist sie wieder mit Lidschatten.

11. Ugly Soap Award 2011


100g Kokosfett
250g Schweineschmalz
50g Rizinusöl
100g Rapsöl
100g Sojaöl
225g Gurke mit Wasser
NaOH
1 TL Titanoxid (weiß)

Ugly Soap Award 2011 Ugly Soap Award 2011


Ein Rezept mit Schweineschmalz, was die Seife etwas transparent erscheinen läßt. Nach dem mißlungenen Färben von Nr.4 wollte ich diesmal eine Gurkenfarbe ohne zusätzliches grün haben. Den Seifenleim trennte ich, zum kleineren Teil kam in Öl angerührtes Deckweiß. Das Marmorieren ging gründlich schief, weil ich zu lange rührte. Während der weiße Teil nicht andicken wollte, wandelte sich der grüne Teil ins Puddingstadium um, so daß ich nur noch etwas unterrühren konnte. Nach dem Trocknen wurde der grüne Teil braun, was die Seife endgültig verhunzte. Sie sieht aber sehr ökologisch-gesund aus, das ist ja auch was. Das Duftöl habe ich mal wieder vergessen, obwohl es bereitstand.

12. Gurkenseife mit Honigmelone


300g Kokosfett
300g Fettstange
225g Rapsöl
225g Sonnenblumenöl
225g Olivenöl
40g Mandelöl
100g Kakaobutter
330g Melone
150g Gurke
30g Wasser
NaOH
20ml Duftöl Rosmarin (BHW)
etwas Titanoxid (weiß)

Gurkenseife mit HonigmeloneGurkenseife mit Honigmelone


Das Rezept ist aus dem Naturseifenbuch. Da ich noch Melone übrig hatte, wurde auch sie püriert und dazugegeben. Die Färbung entsteht durch die pürierte Gurke, die besonders pflegend sein soll.

13. marmorierte Seife weiß-blau-rosa


250g Kokosfett
200g Fettstange
300g Rapsöl
150g Sonnenblumenöl
50g Rizinusöl
350g Wasser
NaOH
Titanoxid (weiß) ultramarinblaues Farbpigment (Fa. Holzweg)
ultramarinrotes (=rosa) Farbpigment (Fa. Holzweg)

marmorierte Seife weiß-blau-rosa


Diesmal löste ich das Deckweiß in der Lauge auf, dh. auch weiß und rosa haben es dabei. Den Seifenleim rührte ich bis zu den ersten leisen Anzeichen des Zeichnens. Dann teilte ich ihn schnell und rührte die Farben nur kurz mit dem Schauber (Teigpeter) um. In die Mitte des weißen Seifenleims goß ich den blauen Seifenleim immer auf der Mittellinie hin und her. Er sank nicht an allen Stellen bis nach unten. Dann löffelte ich rosa Kleckse dazu. Mit einem Schaschlikspieß marmorierte ich in engen Burgzinnen längs und quer. Diesmal war die Konsistenz gut, obwohl Rosa natürlich nur bis zur Mitte einsank.

14. Zebraseife


250g Kokosfett
250g Fettstange
25g Rapsöl
250g Olivenöl
50g Mandelöl
30g Distelöl
413g Wasser
NaOH
20ml Duftöl Ingwer-Sofflee (BHW)
20ml Duftöl Erdbeer-Rhabarber (BHW)
2 TL etwas Titanoxid (weiß)
1 TL rosa Farbpulver (Holzweg)
Seifenscheiben von Nr. 10.

Zebraseife


Das Grundrezept wurde mit mehr Wasser und TiO angerührt. Das Farbpulver wurde zuerst mit etwas Öl angerührt. Den Seifenleim teilte ich auf: Der größte Teil wurde mit Ingwer-Souflee beduftet, dann in die Kastenform gegeben, die einmal "abgewaschenen" und dann auf einem Handtuch ausgebreiteten vorbereiteten schwarzen Einleger reingesteckt. Der kleinere Teil wurde mit rosa eingefärbt, mit Erdbeer-Rhabarber beduftet und in Hello-Kitty-Formen gefüllt.

15. Olivenölseife


440g Olivenöl
134g Wasser
NaOH
5ml Duftöl Maiglöckchen

Olivenölseife


Weil mein NaOH zur Neige ging, die neue Bestellung aber noch nicht da war, beschloß ich, aus dem Rest NaOH eine Seife zu machen. Weil man die Seife rückwärts nur berechnen kann, wenn es eine 1-Öl-Seife ist, suchte ich mir Olivenöl aus. Laut Verseifungszahl errechnete ich 424g Öl, damit hatte ich allerdings 0% Überfettung. Mittels Seifenrechner berechnete ich 440g Öl für eine ÜF von 3-4. Olivenölseifen neigen zum Schleimen, wenn sie nicht lang genug gereift sind. Deshalb habe ich die ÜF eher niedriger angesetzt.

16. Seifentorte


288g Sonnenblumenmargarine
250g Kokosfett
250g Rapsöl
300g Olivenöl
50g Rizinusöl
100g Kakaobutter
4g Lanolin
425g Wasser
NaOH
10ml Duftöl Vanille-Karamell 1 EL Back-Kakao 2 EL TiO 2 EL Rosa (ultramarin-rot von Holzweg)

Seifentorte
Eine Torte ist nicht schwerer als jede andere Schichtseife auch. Das Wesentliche ist, daß sie unten einen braunen Boden haben sollte, und darüber eine helle, meist marmorierte Schicht. Außen hin kommt Sahne (Whipped).
Ich bereitete 3 Schälchen mit in Öl verrührter Farbe vor. Etwas Seifenleim kam in eine kleine Schüssel, die ich mit Braun vermischte. Den Rest färbte ich weiß. Davon nahm ich etwas Seifenleim ab und färbte ihn Rosa ein. Da meine Haribo-Plastikdose leicht konisch zulief, goß ich erst weiß hinein, marmorierte mit rosa, und obenauf goß ich den braunen Boden. Da ich etwas zu viel Wasser im Rezept hatte, vermischte sich etwas Braun mit dem Marmorierten, so daß ich Braun dazumarmorierte. Zum Glück, denn das Rosa sieht man fast gar nicht. Also rührte ich Braun, bis es wie Schokopudding aussah und löffelte es vorsichtig auf das Helle. Diesmal hielt es. Nach der Gelphase waren obenauf Laugenbläschen. Deshalb mußte ich sie aufschneiden, um mich zu vergewissern, daß sie innen keine bösen Überraschungen barg (war zum Glück alles trocken). Vielleicht habe ich zu viel Kakaobutter im Rezept gehabt, die den SL zu stark aufheizte. Die Sahne ist mit dem Rezept von Nr. 8 gemacht.

17. Salzseife


100g Lanolin
300g Kokosfett
600g Rapsöl
200g Sheabutter
400g Wasser
NaOH
1000g Salz je 5ml Duftöl ZimtOrange, Wintermärchen (Primavera)

SalzseifeBröckelige Salzseife


Das Rezept ist aus der Seifenwerkstatt. Da ich las, daß Salzseifen sehr schnell hart werden, weshalb man sie in Einzelformen füllen sollte, rührte ich lieber weniger als mehr: Zu wenig, denn die Seife krümelte. Sie wusch zwar sehr schön, auch mit Schaum (dank des Lanolins) und pflegend, aber man durfte sie nicht scharf angucken. Ich zerdrückte sie mit der Gabel (sah aus wie gekrümelter Feta) und gab die Krümel in eine neue Seife. Man hätte sie auch aussalzen und zu Putzseife verarbeiten können, aber das wollte ich wegen der Sheabutter ungern tun. Nochmal schmelzen geht bei einer Salzseife ja nicht, weil sie sich dann nur trennen würde.
Salzseifen sollen sehr zart und pflegend sein. Sie schlucken Farbe und Duft - stimmt, das Duftöl ist nur zu riechen, wenn man's weiß. Hab sicher auch wieder zu wenig genommen...

18. Gebildseife


wie Nr. 6 (Kaffeeseife):

marmorierte Einleger für Gebildseife Gebildseife
Woher der Name? Einmal bekam ich zur Silvesterfeier Gebildgebäck geschenkt, das das darstellen sollte, was einem das Neue Jahr bringen sollte. Diese Seife siedete ich zu Neujahr, und innen sind Einleger eingegossen, die sich erst beim Waschen zeigen.
Zuerst machte ich eine Kaffeeseife (Nr. 6). Den Seifenleim teilte ich in zwei Teile, die ich mit Deckweiß aufhellte bzw. mit Backkakao abdunkelte. Die Lauge war mit Kaffee angerührt, aber der färbt gar nicht besonders schwarz. Dann goß ich beide Farben in eine flache Form (1-2 cm hoch) und marmorierte sie. Am nächsten Tag stach ich mit meinen Edelstahlkeksausstechförmchen die Motive aus. Den Rest verknetete ich zu Kugeln (Handschuhe nicht vergessen - der Seifenleim ist auch am nächsten Tag noch scharf).
Dann siedete ich noch eine Kaffeeseife, in die ich die Einleger eingoß. Beim Gießen sollte man sich die Formen so markieren, daß man am nächsten Tag noch weiß, wo man schneiden darf, und wo die Einleger sind.
Einlegerseifen verziehen sich, wenn die Einleger älter als der Rest sind, weil diese dann schon trocken sind und nicht mehr schrumpfen. Außerdem verbinden sich verschiedene Seifenmassen schlechter als ähnliche Rezepte. Deshalb habe ich beide Seifenmassen in kurzem Abstand und mit demselben Rezept angerührt. Diese Seife deckte ich nicht mit Frischhaltefolie ab: Man sieht die weißen Oberflächen. Das ist Sodaasche - ein reiner Schönheitsfehler, der hier sogar einen interessanten Effekt gibt. Der Seifenleim dieser Kaffeeseife ist wie Schokopudding und läßt sich gut verstreichen. Die weißen Stücke links verzierte ich mit einem Löffel. Die runden Stücke in der Mitte sind in Plastikverpackungen von Schokoweihnachtsmännern gegossen. Man kann die Einleger kurz befeuchten, das habe ich bei diesen frischen Stücken aber nicht gemacht. Sie verschieben sich, wenn man den umhüllenden Seifenleim dazugießt. Deshalb habe ich alles vorsichtig draufgelöffelt.

19. Lorbeerölseife


134g Olivenöl
42g Lorbeeröl
59g Wasser
NaOH

Lorbeerölseife
Mal wieder war mein Ätznatron fast zu Ende, und so rechnete ich mit dem Seifenrechner rückwärts aus, wieviel Öl ich benutzen müsse. Lorbeeröl ist grün mit Knubbeln und stinkt. Die Seife stinkt nach 5 Wochen immer noch. Anfangs war sie grün, jetzt allmählich bekommt sie etwas Patina. Die Idee zu einer Lorbeerölseife hatte ich, weil die Alepposeifen (die nur in Aleppo gesiedet werden dürfen) dieselbe Ölkombination haben.

20. Moccaseife


300g Palmkernöl
300g Fettstange
250g Rapsöl
200g Olivenöl
20g Sesamöl
15g Mandelöl
18g Lanolin
75g Rizinusöl
2 EL Kakao
2 EL Deckweiß
300g Wasser
NaOH
75g Hafersahne

Moccaseife
Diese Seife hat zwar kein Mocca drin, aber sie erinnert mich daran. Die Anregung kommt von Claudia Mold, die diese Idee wiederum von AYU Tokyo Factory, einer japanischen Seifensiederei, hat. Ich wollte sie nachsieden, aber mein Seifenleim war schon so puddingförmig, daß es nichts aus der feinen Löffelmarmorierung wurde, sondern in der obersten Schicht leider nur ein paar grobe Batzen zu sehen sind. Vielleicht wäre ein Teelöffel sinnvoller gewesen.
Im Rezept ist Hafersahne aus dem Ökoladen. Deshalb war es aufwendig, die NaOH- und Wassermenge nachzurechnen. Lt. Seifenrechner hätten es 394g Flüssigkeit sein sollen. 75g davon sind Hafersahne, 300g Wasser. Damit ist die Flüssigkeitsmenge um 20g(5%) reduziert. Die Verseifungszahl von Hafersahne ist unbekannt. Hafersahne hat 13% Fett, was hier 9,75g ergibt. Deshalb rechnete ich Seifenrechner mit 10g Palmöl als Ersatz für das in der Hafersahne enthaltene Fett. Im Zweifelsfall verändere ich bei einer Überfettung von 6-8% nur den Überfettungsgrad, bleibe aber bei diesen Mengen im Toleranzbereich für Seife. Ich muß also nicht befürchten, zu wenig Öl für die Lauge bereitzustellen.

21. Einlegerseife


50g Walnußöl
50g Distelöl
225 Kokosöl
260g Rapsöl
250g Sonnenblumen-Margarine
55g Rizinusöl
50g Lanolin
160g Hafersahne
160g Wasser
NaOH

EinlegereifeEinlegerseife mit Salzseifenkrümeln
Und schon wieder ein Anwärter auf den Ugly Soap Award. Die Seife hätte so schön sein können, wenn ich nicht noch die grünen Blumen von Nr. 5 (Reste) dazugeschmissen hätte. Dieses Grün sieht einfach nur schlimm aus. Aber was soll's. Sie wäscht, und ich hab meine Reste verwertet. In der Hälfte des Seifenleims sind auch noch ein paar Bröckel von Nr. 17, die ja auch wegmüssen. Diese Stücke sind beige mit weißen Pünktchen drin - auch nicht schöner. Auf die inneren Werte kommt es an, gell?

4. Grundsätzliches und Tips

Seife entsteht durch das Vermischen von Öl und Lauge. Das klingt so einfach, wie es auch ist. Normalerweise ist die Hälfte der verwendeten Öle fest, die andere Hälfte flüssig. Da jedes Öl eine andere Verseifungszahl hat, muß man alles grammgenau abwiegen und dann mittels des Seifenrechners berechnen, wieviel Lauge man dazurühren muß, um Seife zu erhalten. Lauge entsteht durch das Vermischen von Ätznatron/NaOH (das meist in kleinen Kügelchen geliefert wird, damit man den Staub nicht so schnell einatmen kann) und einer Flüssigkeit. Die Menge der Flüssigkeit beträgt etwa ein Drittel der Gesamtfettmenge und wird ebenfalls vom Seifenrechner ermittelt.
NaOH berechne ich mit meinen grammgenau gemessenen Mengen immer mit dem Seifenrechner nochmal nach! Dabei nehme ich meist eine Überfettung von 5-6%. Das heißt, daß 5-6% des Öls im Rezept nicht verseift werden und die Haut pflegen, allerdings auch ranzen können. Zum Anrühren der Lauge sollte man destiliertes Wasser nehmen. Ich nehme Leitungswasser, weil wir sehr weiches Wasser haben (Heidesand!). Allerdings riskiert man damit Ranz, der auch durch leichte Verunreinigungen des Wassers hervorgerufen werden kann.
Fette/Öle: Die Bezeichnung Palmöl verwirrte mich anfangs, denn Palmöl ist fest, und nicht flüssig. Beide Begriffe, Fett und Öl, meinen dasselbe. Für meine ersten Seifen habe ich gezielt die Fette mitbestellt, die ich für die festgelegten Rezepte brauchte. Rizinusöl bekommt man auch in der Apotheke, aber schon ab 1kg NaOH lohnt es sich, im Internet zu bestellen. Die Ersparnis ist weitaus größer als die Portokosten, leider (ich würde viel lieber vor Ort kaufen). Auf dem Bild seht Ihr ein paar Öle, die ich im Laufe des Jahre angesammelt habe. Das hätte ich nicht tun müssen, denn Seife wird es auch mit dem Grundrezept. Einige Sieder meinen, daß Seifen aus besonders pflegenden Ölen wie Jojoba, Avocado, Mandel usw. besonders pflegend seien. Einige sprechen davon, daß sie zur Erhöhung der Pflegewirkung dann noch ein bestimmtes Öl in kleiner Menge dem Rezept zufügen. Ich frage mich dagegen, woher das Ätznatron wissen soll, welche Öle es verseift, und welche Öle es für die Pflegewirkung (Überfettung) nehmen soll. Fette und ÖleEine überfettete Pflanzenölseife pflegt nach meiner Erfahrung schon sehr gut. Ob diese Wirkung durch besonders teure Öle noch wesentlich gesteigert werden kann, sei mal dahingestellt. (Einige Öle haben einen höheren Anteil an Unverseifbarem als andere. Ob das aber wirklich die Pflegewirkung erhöht, weiß ich nicht.) Ich hab trotzdem einige Öle angesammelt, aus reiner Neugierde, wie sich die verschiedenen Öle in der Seife verhalten. Einige Öle sorgen für Schaum, trocknen aber die Haut aus (zB. Kokos), andere schäumen, aber die Seife wird zu weich (zB Rizinus), wieder andere sind günstig und schaffen Masse, einige machen die Seife hart (zB. Olive) oder färben (zB. Olive, Lorbeer)... . All das könnt Ihr als Hintergrundwissen brauchen und bei www.naturseife.com genauer nachlesen. Zur Überlegung, wie stark Ihr Eure Seifen überfetten wollt, solltet Ihr wissen, daß eine hohe Überfettung die Rückfettung/Pflegewirkung der Seife verstärkt, aber den Schaum verhindert. Außerdem können die unverseiften Ölanteile einer Seife ranzen. In meinen Augen ist auch eine wenig schäumende Seife qualitativ "gut". Die Qualität einer Seife hängt in meinen Augen weniger von Aussehen, Duft oder der Verwendung von biologischen Ölen ab als von der Zutatenliste. Ob das, was an Bioölen besser ist, nach dem Verseifungsprozeß, der eine exotherme Reaktion darstellt, noch verhanden ist, weiß ich nicht. Bioöle tun der Umwelt natürlich allgemein gut, weil sie die Landschaft schonen. Aber ob sie besser waschen oder pflegen, weiß ich nicht. Ich bevorzuge eine übersichtliche und verständliche Zutatenliste, z.B. ohne Alkohol, Weichmacher, Erdöl, allergieauslösende Aromen, zugesetztes Glycerin (das ist in Naturseife nämlich sowieso drin, wenn man es nicht künstlich entzieht) oder Konservierungsstoffe.
Fettstangen bestehen zum großen Teil aus Palmöl. Das ist umweltschädlich, da dafür Regenwald stirbt. In den Rezepten steht meist Palmfett, ich nehme aber immer Fettstangen und gebe im Seifenrechner dafür Macadamiaöl ein. Das Schweineschmalz habe ich auch als Macadamia berechnet, Distelöl soll in der Verseifungszahl dafür aber noch besser passen.
Formen befette ich meist, wenn sie nicht mit Plastikfolie ausgeschlagen sind. Meine selbstgebaute Seifenform ist aus Siebdruckplatte. Die Beschichtung ist nicht laugenfest gewesen. Man kann prima in Holzkästchen aller Art sieden, und auch Stapelchipsdosen eignen sich gut. Wenn man dann noch ein Loch mit einem Strohhalm in die Seife bohrt, kann man sie auffädeln und aufhängen. Silikonformen sind prima. Allerdings nehmen sie das Duftöl an und schmecken danach. Auch ich als notorischer Duftölvergesser trenne deswegen zwischen Seifen- und Küchensilikon. Bei Plastik ist es ähnlich. Nur Edelstahl kann nach dem Kontakt mit Lauge oder Seifenleim evtl. noch für was anderes verwendet werden.
Bestellen tue ich gerne bei BHW (der Schnelle Shop), weil das NaOH dort nur die Hälfte von dem kostet, was unsere Apotheke im Ort dafür haben möchte. Technisches NaOH reicht aus. Dort bestelle ich auch meine verseifungsfesten Duftöle. Noch günstiger, aber schlechter zu Navigieren ist Gisella Manske.
Meine Seifenformen habe ich von Seifenformen.de. Silikon ist wirklich am besten, aber die Auswahl bei den Milkywaymolds aus durchsichtigem Plastik gefällt mir mehr.
Färben tue ich meine Seife normalerweise mit den Farbpigmenten der Firma Holzweg. Sie sehen wie Gewürze aus, und ich rühre sie normalerweise in etwas Öl an, das ich von der abgewogenen Ölmenge abgenommen habe. Die Farben hatte ich mir mal zum Wändelasieren im Ökoladen gekauft:
Pigmente der Firma Holzweg







Es gibt bislang kaum Bücher über's Seifensieden. Die meisten "Kreativsets" verwenden fertige Seife, die geformt und gefärbt werden soll. Kein Kommentar. Diese Bücher sind dagegen sehr zu empfehlen:

NaturseifeSeifenwerkstatt
Das saarländische SeifenbuchSeifenweltSeifen - selbst gemacht

5. Links

- Anleitungen:
   www.Naturseife.com (DIE Seifenseite incl. Anleitung, Rezepten und Forum), Seifenschule, Seifenformen
- Einkauf Zutaten:
   Gisella Manske (günstig), BHW ("der schnelle shop")
- Einkauf Formen:
   www.Seifenformen.de, selbstgebaute Seifenformen, günstige Formen aus Taiwan, happyDiv (günstige Dividor)
- Einkauf allgemein:
  getöpferte Seifenschalen von Silkeramik: wunderschön UND auch noch funktional, was will man mehr!

Seifenschale von www.silkeramik.de
  www.EasyOrdner.de: Hier kann man seinen Ordner wie ein Fotobuch gestalten. Die Qualität rechtfertigt Aufwand und Preis.
SeifenordnerSeifenordner

...und besonders dieser Seifenladen: Spagyrische Naturkosmetik (die Zahnseife ist gut und schmeckt sogar)
- und nur mal zum Gucken:
  Nancy aus Kanada (NancyToday) zeigt, wie man nicht sieden sollte. Hier allerdings mein Lieblingsvideo von ihr "How to dress".